Langen 2007 (Isa)

2.9.
Nach gemütlichem Ausschlafen und in aller Ruhe Koffer packen sind wir ziemlich genau gegen 11 Uhr zu Hause gestartet. Die Straßen waren schön frei, wegen Sonntag auch fast keine LKW, so müßte das mal immer sein ;) Bei Dammer Berge haben wir dann eine kleine Mittagspause eingelegt, nachdem das Frühstück schon wegen leerem Kühlschrank ausgefallen war ;) So nett es auch ist, von dieser Raststätte auf die Autobahn runterzuschauen, umso nachteiliger ist es gewesen, daß der wenige Platz dort mittlerweile von immer mehr Firmen (neben der üblichen Selbstbedienung noch Nordsee, Burger King und so eine Art Tankstellen-Shop mit Kaffeebar, obwohl es nebenan ja ohnehin noch die Tankstelle gibt…) belagert wird und die Sitzplätze damit zumindest zur späten Mittagszeit knapp waren und wir Glück hatten, daß wir uns an einem Tisch noch dazu setzen konnten… Unterwegs ist uns noch aufgefallen, daß Niedersachsen einen derzeit wohl gar nicht mit Schildern an der Autobahn begrüßt, denn das erste, was wir gesehen hatten, war ein “Willkommen in Bremen”… Und das interessanterweise bei Bremerhaven dann nochmal ;) Alles in allem war die Strecke gut zu fahren und auch das letzte Stück von der Autobahn leicht zu finden: Runter, in Richtung Bremerhaven halten, einmal rechts abbiegen und wir kamen automatisch nach Langen. Dort mußten wir dann “nur noch” die richtige Straße links rein finden, da es allerdings so ziemlich die letzte vor einem Stück Landstraße bis zum nächsten Ortsteil war, kam uns die Suche anfangs im 1. Anlauf doch etwas länger vor – aber für die Folgefahrten war schnell zu erkennen: Erst durch die Baustelle und dann beim extra-Supermarkt abbiegen :)
Die Ferienwohnung ist wie auf den Fotos vorab gesehen recht groß, schön hell und freundlich. Auf dem Küchentisch lag bereits eine Sonntagszeitung, die Felix durchblätterte, während ich angefangen habe, unsere paar mitgebrachten Vorräte in den Kühlschrank zu packen. Dabei hat Felix dann eine Seite gesehen, wo ein Bauernmarkt in der Innenstadt von Bremerhaven angekündigt wurde, mit verkaufsoffenem Sonntag und allem drum und dran. Da es noch früher Nachmittag war, haben wir uns direkt mal dorthin auf den Weg gemacht. Im Columbus-Center haben wir einen Parkplatz gefunden (und die Preise sind dort vergleichsweise günstig – 1. Stunde 1€, jede weitere 0,50€ und Tageshöchstsatz 5,00€) und sind dann zuerst mal in Richtung Wasser gegangen, haben gesehen, daß die Fahrten nach Helgoland recht teuer sind (und etliches wie Inselrundfahrt etc. nochmal extra dazukämen) und sich nicht sooo sehr lohnen dürfte, wenn man nicht gerade auch noch zollfrei einkaufen wollte oder so… Von dort aus sind wir dann in die Fußgängerzone gegangen, wo der Bauernmarkt in vollem Gange war. An einem Honigstand haben wir je ein Glas frisch abgefüllten Blütenhonig und Rapshonig erstanden, an einem Bio-Obst-und-Gemüse-Stand dann nach einer Probierrunde noch einige Äpfel (die für uns die absolut ideale Größe hatten – kleiner als die normalen aus dem Supermarkt, an denen man doch so eine Weile dran rumzuknabbern hat ;) ). Durchs Columbus-Center sind wir dann auch noch geschlendert, bevor wir uns so langsam zurück auf den Weg zur Ferienwohnung gemacht haben. Und wenn man schon mal einen Fernseher hat und obendrein DSF reinbekommt, kann man sich ja auch mal wieder Fußball ansehen ;)

3.9.
Vor dem Frühstück gab’s erstmal eine Dusche und dann ab zum Extra, damit auch was für aufs Brot im Haus ist und ein bißchen was für drumherum, so Frühstückseier, Käse, Obst usw. ;) Nach einem gemütlichen Frühstück war es dann auch schon wieder 11 Uhr, bis wir uns in Richtung Cuxhaven auf den Weg gemacht haben. Auf dem Hinweg durfte ich mal Landschaft gucken, Felix durfte auf der “langweiligen” Straße auch mal fahren – fast pausenlos nur geradeaus ;) In Cuxhaven haben wir uns dann einen Parkplatz geschnappt, den Parkzettelautomaten direkt mal für die maximalen 2 Stunden gefüttert und sind losgegangen. Zuerst wieder ans Wasser, wo diesmal an der Stelle aber nicht ganz so viel zu sehen war, also sind wir in die Fußgängerzone gegangen. In einer Seitenstraße “mußte” ich dann erstmal einen MacGeiz auf Schreibwaren hin durchstöbern, bevor noch einige Geschäfte in der Fußgängerzone an der Reihe waren :) Später haben wir im Citystübchen noch eine Kleinigkeit gegessen, bevor wir dann wieder zum Auto mußten und uns noch ein bißchen in Richtung Strand und Angebote von Wattwagenfahrten umgesehen haben. Zunächst sind wir in Richtung Duhnen/Döse gelandet und haben dort bei der Touristeninformation auch einen Flyer für Wattwagenfahrten bekommen. Am entsprechenden Treffpunkt, zu dem wir zu Fuß hingelaufen sind, stand allerdings außer einer Tafel mit Abfahrtszeiten und einer Telefonnummer nichts, und der Laden gegenüber, bei dem man sich angeblich anmelden können sollte, war ebenfalls geschlossen. Also sind wir nur ein Stück weiter zum Strand gelaufen, haben da ein bißchen geschaut und sind zurück gelaufen. Dabei gab es dann einen recht ordentlichen Regenschauer, der erst nachließ, als wir naß im Auto saßen… Aber trocknet ja wieder :) In Sahlenburg haben wir dann an einer Kreuzung direkt 2 Schilder zu Höfen mit Wattwagenfahrten gesehen und beim 1. Hof konnten wir auch direkt für den übernächsten Tag 2 Plätze buchen. Von dort aus sind wir dann nochmal zum Strand gefahren, diesmal bei Sahlenburg, und haben dort sogar einen kostenlosen Parkplatz gefunden, auf dem eine Werbetafel für ein Restaurant rumstand, das Stauder im Angebot hat ;) Fernab von Essen eher ungewöhnlich ;) Am Strand gab es nach einer kleinen Runde dann noch ein Eis, bevor wir zurückgefahren sind und unterwegs noch ein paar Sachen ergänzungseingekauft haben ;) Zurück in der Ferienwohnung war’s dann auch schon wieder Abend und ich habe schnell ein paar Nudeln mit Gemüse und Käse in den Backofen gepackt ;) Später haben wir uns dann noch auf DSF das Montagsspiel angesehen, bevor wir endgültig müde waren.

4.9.
Diesmal sind wir etwas früher gestartet, unser Ziel war heute der Fischereihafen von Bremerhaven. Dort haben wir zuerst das Phänomenta gesucht, ein kleines, aber interessantes Museum mit allerlei kleinen Experimenten zum selbst ausprobieren. Schwerpunkt war momentan eine Ausstellung über Klang/Geräusche, wodurch es doch die ganze Zeit recht laut dort war, aber wir waren ja auch nicht endlos dort ;) Danach sind wir wieder zurück zum “Schaufenster Fischereihafen” gegangen, haben uns umgesehen und uns dann Eintrittskarten für das Atlanticum geholt, ein kleines Museum mit angeschlossenem Aquarium über die Fischerei. An einer Steinwand konnte man sich mit Papier und Wachsmalstiften auch noch ein Andenken malen – die Konturen haben sich beim flächigen Drübermalen dann durchgemalt :) Im Gebäude vom Atlanticum war auch u.a. noch ein kleiner Küchenladen, in dem Felix sich gleich zuerst durch die 4 angebotenen Senfsorten durchprobiert hatte ;) Lecker waren sie ja, aber ich werde mir die lieber in zuckerfrei demnächst mal zu Hause machen ;) Aber die Schwarzbrotchips waren so lecker, die haben wir dann doch noch mitgenommen :) Mit der Eintrittskarte vom Atlanticum konnten wir dann auch noch das Museumsschiff “Gera” ansehen, das wohl das letzte/größte?! seiner Art war, als es stillgelegt wurde. Die Matrosen waren da jedenfalls ganz schön zusammengepfercht ;) Nach der Runde durchs Schiff war es dann Zeit für eine Abfahrt zur Hafenrundfahrt, die etwa 75 Minuten gedauert hat und durch verschiedene Bereiche des Fischereihafens führte. Neben einigen Gebäuden am Festland, in denen Eis hergestellt, Fische verarbeitet oder Schiffe gebaut wurden, sind wir an verschiedenen Arten von Schiffen vorbeigefahren, u.a. auch einige Forschungsschiffe und ein stillgelegtes irakisches Schiff, das im Golfkrieg Waffen nach Irak bringen sollte und nach einem Maschinenschaden dann aber stillgelegt wurde, weil die Waffen nicht hätten transportiert werden dürfen… Seither liegt das Schiff da rum, die Hafengebühren werden zwar bezahlt, aber das war’s auch… Anschließend konnten wir mit der Eintrittskarte vom Atlanticum noch eine Räucherfischprobe abholen, die wir uns haben schmecken lassen. Bei der Gelegenheit bemerkten wir unser Magenknurren und haben uns dann spontan noch für eine Fischplatte für 2 Personen im “Seewolf” entschieden, die sehr lecker war, genau wie die Lachscremesuppe mit Krabben, die wir uns vorab geteilt haben ;) Von einem Kilo Krabben für 5€ haben wir dann abgesehen, ich glaube mit dem Krabbenpulen wären wir nie fertig geworden ;) Zumal wenn man nicht weiß, wie’s geht… Am Ende wären dann zwar etwa 400g noch übrig geblieben, aber satt waren wir ja schon für den Rest des Tages ;) Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine Kneipe mit “9 Sorten Faßbier” gesehen, die wir uns für die nächsten Tage mal vorgenommen haben – Bushaltestelle ist dort vor der Tür und von der Ferienwohnung aus auch nicht allzu weit weg. Sind ja schon wieder fleißig dabei, regionale Sorten zu probieren, die wir bei uns nicht oder kaum bekommen ;) Auf dem Rückweg haben wir dann auch noch einen Stop an einem Elektroladen gemacht, um das Internet in der Wohnung abends noch nutzen zu können – zumindest meine alte WLAN-Karte im Notebook kann noch kein WPA und hätte sonst keine Verbindung bekommen… Den Abend haben wir dann mit Bierchen, Internet und etwas TV noch gemütlich ausklingen lassen, zumal wir am nächsten Morgen doch mal etwas früher aufstehen wollten/sollten für unsere Wattwagenfahrt ;) Und die ungewohnte viele Bewegung an der frischen Luft kann echt müde machen ;) )

5.9.
Heute war einigermaßen frühes Aufstehen angesagt – spätestens um 10 Uhr sollten wir uns in Sahlenburg zur Wattwagenfahrt auf dem Hof Henn einfinden. Trotzdem war natürlich Zeit für ein gemütliches Frühstück, bevor wir uns gegen kurz nach 9 auf den Weg gemacht haben und dann früh genug da waren, um noch bei den Vorbereitungen für die Fahrt zuzusehen. Insgesamt fuhren 3 Wagen vom Hof, ein voller, auf einem saß nur eine Person (und 2 oder 3 wurden auf dem Weg zum Strand noch mitgenommen) und die übrigen Plätze wurden erst am Strand aufgefüllt. Gegen 11 ging es dann über Deich und Strand ins Watt, wir waren ca. 1 3/4h unterwegs, bis wir in Neuwerk den Strand erreichten. Unterwegs wurde uns einiges über die Gegend erzählt, es waren 2 etwas tiefere Stellen zu durchqueren, wo die Pferde schon ganz gut Wassertreten mußten ;) Vom Wetter her war’s wirklich optimal erwischt – die ganze Zeit trocken, nicht zu kalt und immer mal Sonne. Auf Neuwerk, das zu Hamburg gehört, hatten wir dann gut eine Stunde Zeit und haben uns ins Lokal gesetzt, uns jeder ein Schinken-Ei-Brot und ein Kännchen Kaffee bestellt, bevor wir dann zu Fuß noch ein bißchen auf der Insel unterwegs waren. Die Insel hat 36 Einwohner (letztes Jahr noch 40, aber eine Familie ist umgezogen, damit die Kinder auf dem Festland zur Schule gehen können), um die 40 Pferde und noch mehr Pensionspferde, die wegen Sommerekzem oder nach Sehnenschäden dorthin geschickt werden. Auf dem Rückweg haben wir dann am anderen Sammelplatz am Leuchtturm noch mit Werkzeug ausgeholfen – ein anderer Wagen hatte einen Platten… Auf dem Rückweg war das Watt deutlich trockener, die beiden tieferen Stellen blieben trotzdem zu überwinden. Während wir unterwegs waren, war der Zeitpunkt erreicht, an dem das Wasser den niedrigsten Stand erreicht hatte. Diesmal waren zu den vielen Pferdewagen auch noch einige Reiter unterwegs und uns kamen noch einige Gruppen von Wattwanderern entgegen – die an einem Tag aber meist nur eine Richtung zurücklegen und z.B. im Heuhotel übernachten oder später mit dem Schiff zurückfahren. Die meisten konnten ja erst später los als wir und waren zu Fuß ja auch langsamer – an den etwas tieferen Stellen muß das Timing da schon passen, wenn man nicht ganz naß werden will :)
Am Strand sind dann wieder einige ausgestiegen, bevor es das letzte Teilstück zurück zum Hof ging. Nachdem die Pferde wieder zurück im Stall waren, haben wir uns dann alle verabschiedet. Wir wollten dann noch zum Ortsteil Arensch, wo es einen Bioland-Hof gibt, der in einer Milch-Broschüre drin stand. Leider ist dort nur Di, Fr und Sa Nachmittag geöffnet :( Also sind wir weitergefahren, vom Bauernmarkt her wußten wir ja, daß es in Spaden noch einen Bioladen gibt, an dem sich nochmal frischer, regionaler Nachschub an Obst und Gemüse einkaufen ließe… Unsere Suche durch den kleinen Ort auf gut Glück war dann auch erfolgreich – aber… Mittwochs geschlossen :( Also haben wir auf dem Weg nur nochmal im “Gewerbegebiet” einen Stop eingelegt, um im Getränkemarkt nochmal nach lokalen Biersorten zu schauen ;) Im Tchibo Restpostenladen nebenan habe ich dann leider nix gefunden, war ja schon alles recht deutlich reduziert, aber eben nix wirklich interessantes dabei ;) Anschließend sind wir dann zurück zur Ferienwohnung gefahren, Felix konnte genau noch Simpsons gucken, und nach dem Abendessen war dann Ticker-Zeit, RWE hatte ja Heimspiel und wir waren ausnahmsweise mal nicht dabei… Aber das Tickern hat nicht allzu viel gebracht, ein 0:0… Na gut, immerhin der erste Punkt zu Hause, aber trotzdem muß das ein Grottenspiel gewesen sein. Trotzdem haben wir noch irgendwie bis ca. 23.15 Uhr ausgeharrt um auf WDR den Spielbericht zu sehen, in dem es dann aber eben auch nicht so wirklich viel zu sehen gab…

6.9.
Obwohl es doch mal relativ spät geworden ist, sind wir vor dem Wecker wach gewesen. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir in Richtung Wanna losgefahren, zum Ortsteil Ahlen-Falkenberg bzw. ein Stück darüber hinaus zum Ahlenmoor. Um 10.30 ist dort die gut 2-stündige Fahrt mit der Ahlenmoorbahn gestartet. An 4 Stationen wurde gehalten und es gab ausführliche Erklärungen zum Moor. An der 1. Station ging es darum, wie so ein Moor entsteht, es gab eine bestimmte Moosart, Torfstücke (Schwarztorf und Weißtorf im Vergleich) und ein im Moor jahrhundertelang “konserviertes” Holzstück genauer zu betrachten. Am 2. Haltepunkt gab es dann einen kleinen Rundweg – zuerst gab es Infos über die einstige Nutzung einiger der Moorpflanzen, aus einer, deren Namen in vergessen habe :( wurde wohl auch mal Bier gebraut (statt Hopfen). Auf der anderen Seite des Rundwegs war ausnahmsweise mal kein Holzsteg, sondern ein sehr weicher/schwingender Boden, der komplett gewackelt hat, wenn jeweils eine Hälfte der Gruppe ein bißchen rumgehüpft ist. In einem “richtigen” entsprechend naß erhaltenen Moor hätte man das nicht machen dürfen, da wäre man dann wohl eingebrochen ;) Aber dort das Moor ist in diesem Bereich doch relativ trocken, einzig ein kleiner Teil ist noch entsprechend erhalten und besonders geschützt, dort kann man auch nicht einfach so hingehen. An der 3. Station gab es dann einen wiedervernässten Bereich des Ahlenmoors zu sehen, wo seit ca. 5 Jahren eine Fläche wieder entsprechend bewässert wurde, daß dort hoffentlich irgendwann auch wieder ein richtiges Moorgebiet entsteht. Noch wichtiger ist, daß damit einigen gefährdeten Tierarten wieder ein Lebensraum zurückgegeben wurde, besonders einigen Vogelarten, die auf dem Boden brüten und auf eine entsprechende Umgebung angewiesen sind, in der sie z.B. Feinde frühzeitig sehen und entsprechend mit Ablenkungsmanövern reagieren können. Am letzten Stop wurde dann ein Stab in den Boden gedrückt, der um die 4m lang war und etwa 3m leicht im Boden verschwand – durch die Moorschicht bis hinunter auf den Grund. Ein paar Sätze gab es dann auch noch über Moorleichen (die wegen des extrem sauren PH-Werts im Moor sehr gut erhalten bleiben – einmal wurde irgendwo eine Leiche gefunden und man hoffte schon, eine seit 15 Jahren vermisste Person gefunden zu haben – erst bei weiteren Untersuchungen stellte sich dann heraus, daß man eine ca. 3000 Jahre alte Moorleiche gefunden hatte) und daß heute nicht mehr viele gefunden werden (einerseits wird hier weniger abgebaut, andererseits meist maschinell und Maschinen gucken da wohl eher nicht so hin ;) was sie da gerade durchsägen) und Irrlichter (die wohl durch plötzliches Ausströmen von Gasen entstanden sind, was heute aber so gut wie gar nicht mehr zu beobachten ist). Der meiste Torf wird inzwischen wohl in Osteuropa abgebaut, da dort die Bestimmungen am lockersten sind… Pro Jahr entsteht aber immer nur max. 1mm Torf aus etwa 30cm abgestorbenen Teilen der Moospflanzen.
Vom Ahlenmoor aus sind wir dann nach Bad Bederkesa gefahren, wo eine Windmühle ist, die man wohl auch besichtigen könnte – leider aber nicht an diesem Tag. Zur Burg dort haben wir auch im Ort selbst keine Hinweise gesehen, also sind wir weitergefahren nach Bremerhaven. Dort haben wir wieder das Parkhaus vom Columbuscenter angesteuert, haben dort aber nur ein bißchen Tee gekauft und sind dann ins U-Boot abgetaucht :) War schon interessant zu sehen, wie das von innen so aussieht und wie viele Leute da auf so wenig Platz untergebracht waren und was es dort so alles zu tun gibt.
Anschließend sind wir dann in Richtung Fischereihafen gefahren. Eigentlich wollten wir im “Cafe” im restaurierten Leuchtturm einen Kaffee trinken, aber wie sich herausstellte, wurde uns während der Hafenrundfahrt 2 Tage vorher nicht ganz das richtige erzählt – dort ist eine Kneipe drin, die nur während der Saison und nur freitags und samstags abends geöffnet ist… Also nix mit Kaffee… Dafür sind wir dann über die Schleuse auf dem direkteren und kürzeren Weg zum Fischereihafen gefahren, haben dort ein Fischbrötchen gegessen und fürs Abendessen noch ein bißchen Fisch gekauft. Diesmal ist mir dann auch noch eine “Schatzkiste” auf den Arm gehüpft, 1.5 kg gemischter Räucherfisch ;) Der wurde später zu Hause dann als Vorspeise probiert, lecker ;) Hoffentlich bekommen wir den bis zum Ende des Urlaubs auch leergefuttert. Zurück in der Ferienwohnung wurde dann gekocht – Reispfanne mit Fisch und Gemüse :) Mal eine andere Kombination als sonst ;)
Dann haben wir uns online noch den Busfahrplan herausgesucht, denn auf dem Weg nach Bremerhaven rein ist uns eine Kneipe aufgefallen, die mit 9 Sorten Faßbier wirbt. Und damit wir beide was davon haben, hatten wir uns für den Bus entschieden, der hier an der Hauptstraße losfährt und dort vor der Tür hält. Den Bus haben wir auch genau erwischt und an der Haltestelle stand auch noch eine Information, was für Tickets es gibt und welche es beim Fahrer gibt – das 4er-Ticket zwar nicht, aber das TagesTicket Plus für 2 Personen, das obendrein für Hin und Rückfahrt die günstigste Variante war ;) Die Kneipe war dann doch sehr interessant ;) Außen war zwar schon zu erkennen, daß es eine “Premiere SportsBar” mit Formel1-Schwerpunkt ist, aber innen war dann wirklich alles im Zeichen von Ferrari und Formel 1… Außer daß es mir anfangs dort ziemlich verraucht vorkam (was dank geöffneter Tür noch ging und außerdem sind die Raucher so nach und nach gegangen), war’s aber ok ;) Auf dem Tisch waren etliche Münzen festgeklebt, so daß wir erstmal was zu gucken hatten, woher und was da so alles klebte ;) An Bier haben wir uns durch Duckstein, Flensburger und Jever probiert, faßfrisch alles doch nochmal ne Ecke anders als aus der Flasche ;) Eigentlich hatte ich auch noch Zlatopramen oder so probieren wollen, da ich das noch gar nicht kannte, aber das gibt es dort “im Sommer” nicht, weil das wohl immer so schnell schlecht wird. Die Rechnung war dann auch noch lustig, dort sind die DM-Preise wohl ganz exakt nach Euro umgerechnet worden und so kamen da 14,02 Euro raus ;) Um 23.56 Uhr haben wir dann den letzten Bus in Richtung Langen genommen, der dann aber auch in Langen Mitte in eine andere Richtung abgebogen ist. So mußten wir zusätzliche 2 Haltestellen laufen, die aber nicht allzu weit auseinander liegen. Alles in allem waren wir knapp über eine halbe Stunde ab Kneipe unterwegs, durchaus in Ordnung ;)

7.9.
Heute hatte Felix mich doch glatt einfach liegenlassen, bis ich von allein wach geworden bin… War aber auch mal ganz nett, nicht davon wachzuwerden, wenn er aufsteht ;) Frühstück gab es dann auch ganz in Ruhe, danach haben wir uns auf den kurzen Weg zum Parkplatz an der Pipinsburg gemacht. Von der Burg war allerdings gar nichts mehr zu sehen, dafür auf dem ausgeschilderten Wanderweg einige Infotafeln zu Grabhügeln (meist aus der Bronzezeit), ein Steingrab und einige Infos über das Naturschutzgebiet bzw. Landschaftsschutzgebiet. Vom Naturschutzgebiet Dorumer Moor haben wir kaum etwas gesehen, da wir uns für den kürzeren Rundweg entschieden hatten. Der hatte auch schon 4,8km die teilweise schon ansatzweise anstrengend waren – manche Wege waren mit hohem Gras zugewachsen und darunter recht uneben, nach einem Regenschauer zusätzlich noch naß und stellenweise leicht rutschig. Aber wenigstens gab es nur eine kurze Teilstrecke, die von Traktorreifen so zerfahren waren, daß dort alles vermatscht war und man teils durchs Unterholz gehen mußte, wenn man nicht da durch wollte… Der längere Rundweg hätte über 8km gehabt. Aber wie gesagt, die kürzere Runde hat auch gereicht ;) Danach wollten wir eigentlich noch in der Nähe von Drangstedt Steingräber ansehen, die auf einer Ausflugskarte eingezeichnet sind. Leider gab es nirgendwo einen Hinweis dazu, sodaß wir dann aufgegeben haben und in Richtung Wremen gefahren sind. Dort war es dann Zeit für eine kleine Mittagspause – für mich mit Kaffee und Krabbensuppe, für Felix mit Kräusen-Bier und Mettwurstbrot. War beides lecker und ich durfte Felix noch den Teil Salat stibitzen, den er eh nicht mochte, war nämlich Krautsalat bei ;) Anschließend sind wir zum Leuchtturm gegangen, der aber nicht wie gedacht um 15 Uhr sondern erst um 16 Uhr öffnen sollte. Da der Dorumer Leuchtturm aber nur bis 17 (und dann eben ab 15 Uhr ;) ) geöffnet sein sollte, sind wir zuerst dorthin weitergefahren, soweit möglich immer auf der Straße am Deich entlang. Der Leuchtturm in Dorum hatte ursprünglich mitten im Watt gestanden, 12km vom Festland entfernt auf dem Eversand. Da die Weser sich dort aber immer wieder einen etwas anderen Weg gebahnt hat und sich damit auch die Fahrrinne der Schiffe geändert hat, waren viele der Leuchttürme nur über einen relativ kurzen Zeitraum in Betrieb. 3 der anderen Leuchttürme aus der Zeit von Obereversand werden wohl irgendwann mal bei Sturm einfach umkippen, derzeit sind sie Niststätte für verschiedene Vogelarten. Die halbstündige Führung durch den Leuchtturm Obereversand war auch sehr interessant, in der 1. Etage war die Küche und ein Schlafplatz, in der Etage darüber 2 Schlafplätze und das Dienstzimmer, oben konnte man dann einmal fast ganz außen herum laufen. Früher war die Reichweite des Leuchtturmlichts wohl etwa 12km, heute mit einer Energiesparlampe bestückt immerhin noch etwa 5km.
Von Obereversand aus sind wir dann zurück zum Wremer Leuchtturm, dem “kleinen Preußen”. Und klein paßt in diesem Fall wirklich, der Leuchtturm ist nur 10m hoch, aber trotzdem sieht man von dort oben doch wieder mehr und anders als von unten aus :) Insgesamt war’s im Kutterhafen von Wremen schon ruhig und nicht so touristisch wie z.B. in Dorum, wo direkt neben dem Leuchtturm 2 Campingplätze waren und an der Zufahrt zum Hafengebiet ein Einkaufszentrum für die Leute aus den umliegenden Ferienanlagen. Im Kutterhafen haben wir dann auch noch ein paar frische Krabben mitgenommen, die gibt’s morgen dann mit Rührei zum Frühstück :) Für heute war erstmal der Rest von gestern und etwas Räucherfisch angesagt ;) Ansonsten ist der Abend in Ruhe ausgeklungen, allein schon die viele Bewegung an der frischen Luft hat wieder gut müde gemacht ;)

8.9.
Der letzte ganze Tag hat mit Regen begonnen… Also wurde wieder ganz in Ruhe gefrühstückt, bevor wir uns dann überlegt haben, wo es heute hingehen sollte. Auf cuxland.de hatte ich bei den Veranstaltungsterminen einen Landfrauenmarkt zum Thema Kürbis in Ilienworth gefunden, der mich interessiert hatte, in Bad Bederkesa sollte mittags der Herbstmarkt starten und ab 13 Uhr gab es in Stotel Ringreiten. Trotz der Entfernungen gerade bis nach Stotel und Ilienworth haben wir dann alles unter einen Hut gebracht – zuerst sind wir gegen 10 nach Ilienworth gestartet, da der Markt um 10 geöffnet hat. Dort ist die alte Meierei als Rathaus umgebaut, in dem der Markt immer alle 2 Wochen stattfindet, diesmal mit viel Kürbisdekoration. Ansonsten war aber nicht sooo viel mit Kürbissen. Insgesamt war’s aber interessant, an einem Bio-Stand habe ich rote Kartoffeln, Pastinaken und eine Riesen-Rote Bete mitgenommen, der Honig wäre dort zwar relativ günstig gewesen, aber wir hatten ja schon 2 leckere Sorten vom Bauernmarkt in Bremerhaven am 1. Tag ;) Ansonsten gab es Marmeladen, gebastelte Sachen und noch so einiges mehr. Ein Cafe ist dort auch, wo wir noch einen Pott Kaffee getrunken und zusammen einen Himbeertraum gegessen haben (wovon ich das meiste bekam, weil Felix den Baiser darin nicht mochte ;) ok, ist eigentlich eh zu viel Zucker drin, aber ausnahmsweise mal im Urlaub ;) ) ansonsten waren noch kalte Himbeeren und Quark drin). Anschließend sind wir dann in Richtung Stotel gefahren, wo wir etwa 20 Minuten vor Beginn des Ringreitens angekommen sind. Es war kühl, aber wenigstens trocken. Zwischendurch nieselte es eine Weile, aber wir hatten unter einem Baum einen ganz guten Platz und haben nicht wirklich viel abbekommen. Das Ringreiten gab es so ähnlich mal bei meinem allerersten “Turnier” als Ringstechen. Nur daß es hier über 20 Leute in einer Gruppe gab, die 12 Durchläufe geritten sind, bevor dann noch eine 2. Gruppe und später die Kinder mit Ponies gestartet sind. Die 12 Durchläufe der 1. Abteilung hatten schon ca. 1,5 Stunden gedauert und so langsam wurde uns etwas kühl… Also sind wir dann weitergefahren zum Herbstmarkt in Bederkesa. Einige Fotos vom Ringreiten hatte ich gemacht, bin mal gespannt, ob und wie die was geworden sind, die Pferde kamen teilweise echt ganz schön auf einen zugebrettert, wenn man direkt neben der Gasse stand ;)
In Bederkesa mußten wir den Herbstmarkt dann erstmal suchen, ausgeschildert war gar nichts. Im Ortskern sind wir dann einfach mal in 2 oder 3 Seitenstraßen abgebogen und standen dann doch direkt davor und haben einen Parkplatz gesucht. Allerdings ist der Herbstmarkt eine reine Kirmes und während wir einmal das Stückchen bis zum Ende drübergeschlendert sind, fing es mal wieder an zu regnen. Da wir uns auch direkt neben der Burg befanden, sind wir in die Burgschänke gegangen und haben eine kleine “Mittags”pause gemacht. Für mich mit mild geräucherter Entenbrust und Salat mit Kürbiskernöl-Dressing und Felix hatte Lammbratwürstchen auf Sauerkraut. Dazu gab es Bauernbaguette, das auch lecker war und eher ein bißchen Ähnlichkeit mit weichem Schwarzbrot hatte, als mit herkömmlichem “Baguette”. Und da wir gerade mal dort waren, haben wir auch noch die Burg besichtigt, für Studenten konnte man sich den Eintritt von 50 Cent ja auch mal noch genehmigen, bevor es wieder zurück gehen sollte :) In der Burg waren viele archäologische Fundstücke aus der Gegend zu sehen, aufgeteilt in 3 größere Fundstellen. Außerdem wurde ein Film über die Burg gezeigt, die in den 70ern fast abgerissen worden wäre. Lange Zeit war sie in Privatbesitz, aber die Instandhaltungskosten waren wohl sehr hoch, so daß die Burg in den 70ern in sehr schlechtem Zustand war und dann vom Landkreis übernommen und restauriert wurde. Mittlerweile hat die Burg wieder das Aussehen, das aus einem Stich von 1602 überliefert ist, mit einem angebauten Turm, der einige Jahre später dazukam. Alles in allem auch nochmal interessant zum Abschluß, bevor wir uns dann wieder in Richtung Ferienwohnung auf den Weg machten. Eigentlich mit dem Gedanken, um 18.10 noch Fußball zu gucken, aber durch das Länderspiel war da nicht viel zu sehen ;) Na gut, dafür eben später das Länderspiel und vorher noch Zeit, um den Räucherfisch aus der Schatztruhe weiter zu dezimieren und schonmal einen Teil der Sachen zu packen, dann geht’s morgen früh was schneller mit der Packerei ;)

9.9.
Frühstück und Sachen packen dauerte doch etwas länger als eingeplant, aber gegen 11 sind wir dann doch startklar gewesen :) Aber schon nach relativ kurzer Fahrzeit war wieder Parkplatzsuche angesagt – ein letztes Mal für diesen Urlaub durch den Fischereihafen schlendern, an dem an diesem Tag Käsemarkt war. Irgendwann haben wir dann nach 3 Runden über den Parkplatz eine “Lücke” so zu 1/4 noch halb im “Gang” gefunden, aber Hauptsache, mein Clio konnte sich da halbwegs drin verstecken ;) ) Der erste Teil vom Markt war dann noch gar nicht käsig, später dafür umso mehr ;) An einem Stand haben wir Schafmilch, Schafsfrischkäse und einen Schafrohmilchkäse mit Pfefferrinde gekauft, später dann noch einen Pestokäse, zwischendurch hier und da auch noch andere Käsesorten probiert :) An einem anderen Stand habe ich noch eine Gemüsebürste gefunden, die inzwischen schon fleißig im Einsatz war :) Auf dem Rückweg zum Auto dann noch ein Tee- und Gewürzestand mit großer Auswahl (die noch längst nicht vollständig war). Also gab’s noch 2x Tee (Rooibusch-Rosmarin und Rooibusch-Schoko-Mint, beide ohne Aromen und seeehr lecker ;) ), 2x Senfkörner (schade, daß der Knofisenf erst 2 Wochen durchziehen muß, bis wir den probieren können ;) ) und ein Kräuter-Pfeffer-Gewürz, das auch noch auf den Geschmackstest wartet ;)
Danach ging’s ab auf die Autobahn, insgesamt war’s wieder ganz gut zu fahren, nur die A1 war zeitweise recht voll… Aber egal, Hauptsache, wir haben sogar noch einen guten Teil der 2. Halbzeit von RWE im Radio mitbekommen – in Richtung Norden bekommt man Radio Essen ja noch ein ganz gutes Stück rein – in Richtung Süden dagegen kaum bis zur Stadtgrenze… Naja, in dem Fall paßte das ja so ;) Zuerst hatten wir zwischen viel Rauschen nur den Stand von 1:0 gegen uns mitbekommen, das nächste war dann auf einmal 2:1 für uns ;) Und als wir zu Hause ankamen, stand das 3:1 dann auch schon fest ;) )) Den Rest des Tages war dann auspacken, waschen, Post nebenan abholen,… angesagt, das übliche halt ;)

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